Jugend und Raum2 (war Muttizettel)

Muttizettel

Nach stundenlangen Diskussionen im Plenum gestern Abend haben wir vorerst folgendes beschlossen:

Einlass von 16 bis unter 18 Jahren nur mit “Muttizettel”, Raum2-Clubkarte, Erziehungsberechtigtem oder Erziehungsbeauftragtem sowie Ausweis!
Die Bescheinigung zur “Übertragung von Erziehungsaufgaben im Sinne des JuSchuG …” vulgo “Muttizettel”, ist auf der Startseite oben rechts unter der Rubrik “UeberRaum2″ erreichbar. Ansonsten müsst Ihr das Gelände um 24 Uhr verlassen.

Einlass von unter 16-jährigen ist nur in Begleitung von Erziehungsberechtigtem (z.B. Eltern) sowie mit Raum2-Clubkarte möglich. Personen unter 16 Jahren OHNE Eintrittsstempel dürfen nicht auf das Gelände oder nur in Begleitung von Erziehungsberechtigten. Mit Gelände ist nicht nur der eigentliche Raum2 als Veranstaltungsraum oder dessen Vorhof gemeint, sondern auch Zufahrt, Parkplatz, Betonfläche sowie Grünflächen.
Dieses wird stichprobenartig kontrolliert. Aufgefundener Alkohol wird einbehalten.

Zu dieser gegenüber dem JuSchG noch verschärften Einlassverfahren sehen wir uns vorerst gezwungen, um einer aufkommenden Tendenz Raum2-Veranstaltungen (bzw. eigentlich die Örtlichkeit Raum2) als öffentliche Druckbetankungsstelle für Jugendliche mit allen potentiellen, negativen Folgen zu gebrauchen, frühzeitig entgegenzuwirken.

Weitere Gründe und Erklärungen sind beim Beitrag „29.02.2008“ (Tramm’N’Bass 4) in den Kommentaren (hervorzuheben ist hier Tramm and Bass 4 am 25.02.2008 um 12:23 e) nachlesbar.

Diese Regeln können sich durchaus ändern. Ich werde diesen Beitrag immer wieder an eine Top-Position rücken und kennzeichnen, wenn es Modifikationen gibt.

11 Gedanken zu „Jugend und Raum2 (war Muttizettel)“

  1. Heißt das, es gelten gelten auch keine Aufsichtspersonen (die jetzt nicht Eltern oder Vormund sind) für unter 16-jährige?

  2. nochmal zur erklärung:
    ihr beschreibt in keinster hinsicht eure probleme,die zu diesem schritt führen…
    wie soll jemand das verstehen und damit vielleicht sein verhalten ändern???
    das kommt einfach nur arrogant rüber.
    meine jugendliche beraterin sagt gerade,dass es nicht nötig ist,mehr zu erklären,weil ihr ja AUCH NUR SAGT,“verpisst euch“…also
    auf die liebe ,das leben die revolution!!!oder?????

  3. hallo kathrin,

    auch du, wie alle die es interressiert, bist herzlich eingeladen, einmal zum wöchentlichen mittwochstreffen von r2 zu kommen um mit uns über diese problematik zu sprechen.
    bisher ist wegen diesen themas noch keiner erschienen….,
    seit monaten versuchen wir eine lösung zu finden, ohne zu einem für alle befriedigendem ergebnis zu kommen. der momentane stand der dinge ist oben ablesbar…
    wie wäre es z.b., wenn du einen jugendclub hier organisierst ?
    oder einfach mal einen abend zum unterstützen vorbeikommst ? (r2 sind nur eine handvoll leute)

    im kampf gegen das elend
    holger von r2
    .

  4. Hi Jan, richtige Frage an der falschen Stelle zur falschen Zeit.
    Genug diskutieren an der richtigen Stelle zum notwendigen Zeitpunkt hilft womöglich 😉

    – Plenum
    – Kasse

  5. hey holger,
    ich kenne die monatelange diskussion und kann euch auch z.T. verstehen.
    ABER:
    ich bin selbst mutter von zwei betroffenen kidds und ich arbeite mit den jugendlichen in der schule.
    und mir fällt bei eurer reaktion auf,dass sie sich in nichts von den hilflosen versuchen der lehrer in der schule,die jugendlichen zu diziplinieren, unterscheidet.
    das ist meine kritik.
    z.B. weil nur einer mit dem stuhl in der hand eine fensterscheibe zerdeppert hat,dürfen jetzt alle nicht mehr in der pause in der klasse bleiben.cool,oder?
    das ändert gar nichts!
    die kidds werden mit falschen ausweisen und anderen tricks genauso ,wie im lascaux, hineinkommen.
    und eigentlich könntet ihr stolz darauf sein,dass diese jugendlichen gerade nach tramm wollen und nicht ins lascaux(da können sie besser saufen-billiger?doppeldecker und kommen auch durch tricks rein…)
    ich bin eine freundin der offenen ausseinandersetzung.offen und ehrlich.
    z.B. in dem ihr einen flyer druckt ,eure position darstellt und erklärt.
    dann erst sind veränderungen möglich,
    so kommt das bei den kidds ganz falsch rüber,wie, das lasse ich mal im öffentlichem chat…
    und ich habe mir vorgenommen,mich nicht nur um meine truppe zu kümmern,sondern heute viel rumzulaufen und zu reden.
    offen und ehrlich heisst auch einfach zu sagen,wir haben auf so viele jugendliche keinen bock-zu viel arbeit-zu viel verantwortung-wir wollen selbst feiern.auch das kann man ankündigen ,
    im moment wird aber jede veranstaltung immer größer knalliger dargestellt und angekündigt -immer mehr floors etc pp
    die geister ,die man ruft…
    die jugendlichen ,mit denen ich rede ,haben alle samt einen ganz anderen eindruck,
    wissen nicht ,wie wenige ihr seid und was das bedeutet?
    Wie auch,wenn lediglich das jugendschutzgesetz ranzitiert wird und keiner die diskussionen kennt.
    nur dann ,wenn man das vorher ankündigt ,kann es veränderungen geben.
    z.b.trupps die samstags beim putzen helfen,welche die rumlaufen und ihresgleichen ansprechen.
    viele sehen eine nur die grosse party,da wird viel geld gemacht,da wird bezahlt geputzt etc pp
    auch das muss erklärt werden,dann ändert sich auch beim großteil das verhalten von alleine,da bin ich mir sicher.
    wenn ich die termine mitbekomme,könnt ihr mich einplanen(tresen,kasse-aber dort lieber nicht???)
    bis heute abend…
    wenn ich nicht tanzen kann,ist das nicht meine revolution!!!
    kathrin

  6. An alle die für den raum2 zuständig sind:
    ich finds schade das man jetzt auch im raum 2 eine begleitperson braucht,
    der raum 2 war immer der treffpunk für viele jugendliche im wendland
    und ich laube jetzt werden nicht mehr so viele hingehen, wenn man auch da jetzt
    eine begleitperson graucht.
    Ich habe nichts gegen den muttizettel vllt hilft der auch aber wofür eine begleitperson?

  7. Hallo Tim,

    eigentlich sieht der Muttizettel IMMER eine Begleitperson (Erziehungsberechtigte/r/Erziehungsbeauftragte/r), die während des gesamten Aufenthalts des Jugendlichen bei der Veranstaltung ebendort ist, vor. Im Lascaux handhaben die Veranstalter das meineswissens so, dass der/die Jugendliche und die Begleitung beide Ausweise hinterlegen müssen und die eine ohne den anderen nicht rauskommt.

    Gerade in deinem Fall wäre die Lage aber auch anders: Deine Mutter, Du und ich kennen uns gut genug, dass ich in deinem Fall auch Erziehungsbeauftragter sein könnte oder aber als solcher auftreten würde (wie das ja beim LokalLooser und im Vorfeld beim gemeinesamen Proben sogar ohne Muttizettel war). In dieser Situation (persönliche Bekanntheit/Umgang), gilt diese oben angeführte Regel nicht in der formulierten Strenge. Wie auch bei einigen (bis vielen) anderen Jugendlichen. Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

    Uns geht es um Jugendliche, die womöglich schon vorgeglüht auf das Gelände kommen könnten, Veranstaltungen gar nicht besuchen sondern nur draußen saufen und dann die Sau raus lassen. Die bekommt man, wenn man drin arbeitet noch nicht mal mit, geschweige denn, dass man mal ein Wort mit ihnen wechseln könnte, um vielleicht auch eine Abschätzung haben zu können, wer denn da (als Jugendlicher) Raum2 besucht.
    Wir sind kein Eventdienstleister und haben teilweise durchaus ein Interesse an unseren Besuchern jenseits von Umsatz und Besucherzahlen. Schließlich ist es ein Teil von Euch, der den Laden womöglich weitermacht, wenn wir noch älter und ergrauter sind und keine Lust mehr haben oder bereits am Stock gehen.

    Für uns als Raum2-Crew sowie die Veranstalter ist das alles eine schwierige Gratwanderung zwischen Freizügigkeit gegenüber allen (ausdrücklich auch jugendlichen Besuchern!), Verantwortung gegenüber jenen, die nicht mehr im Stande sein könnten sie gegenüber sich selbst auszuüben (sprich volltrunkene Jugendliche UND Erwachsene), gesetzliche Anforderungen & der Ansicht, dass diese gesetzlichen Ansprüche Scheiße sind, selbst auch Spaß auf den Partys haben zu wollen & Zeitmangel usw. Zumal wir uns intern auch alles andere als einig sind und wir bei 6 (12) Personen je nach Tagesform 9 (15) Ansichten haben, die zwischen ultraliberal bis Besucher nur über 18 Jahre (oder besser 25 Jahre mit „Gesinnungscheck“) fluktuieren.

  8. Find die regelungen auch schade da sie mich betreffen, aber kann sie ohne weiteres nachvollziehen und sehe die Problematik auch, schade das durch diese Regelung auch Leute getroffen werden die sich nicht in Grund und Boden saufen, sondern die sich in Tramm wohlfühlen und dort sind um Spaß zuhaben und zureden, kickern diskutieren, tanzen, helfen was auch immer, aufjedenfall denke ich das es trotz dieser Verschärfung keine große Tendenz zum positiven gibt. Schade das die Leute es nicht selbst merken warum es diese Regelung gibt, hauptsache direkt beschweren. Die die sich am meisten beklagen sind meist die die der Auslöser für solch Regeln waren.
    Hoffe auf Besserung und das ich auch weiterhin in Tramm verkehren kann.
    Was mich in letzer Zeit stört ist das dort oft ältere Leute sind, die den jüngeren, die auch schon seit längerer Zeit im R2 sind, komische Sachen vorwerfen und auf eine Gewisse art eine abneigung zeigen…
    Durfte mir des öfteren schon von Leuten die ich nicht kenne und das erste mal in Tramm gesehen habe Sätze wie „Ihr seid ja cool Hauptsache saufen!“ dazu viele blööde Blicke die einem sagen „wer oder was bist du denn?!“. Find es Schade das viele Leute ohne Erfahrung Urteilen… Ich bin mittlerweile seit fast 2 Jahren regelmäßig in Tramm, und habe mich auch eingebracht, sei es aufräumen oder aufbauen oder Flaschen sammeln, Scherben wegmachen oder was auch immer. Leider ist es für mich über 35KM nach Tramm, somit wird es schwer zum Plenum zukommen. Dennoch würde ich mich gerne so gut es geht einbringen…

  9. Die Diskussion scheint ja schon etwas her zu sein, aber ich fand sie – auch im Nachhinein gelesen- anregend und super. Ich kenne Neu Tramm nur als sehr seltene Besucherin — meist in Verbindung mit der KLP, bin Städterin, vom Alter her, aber nicht tatsächlich „Mutti“.
    Jedenfalls wollte ich auf diesem Weg Eurer Diskussion Respekt zollen, die ich sehr sachlich und gegenseitig akzeptierend finde! Wie hat sich das Ganze weiter entwickelt?
    Herzlichen Gruß– Träume brauchen Räume!
    Sonja

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